Sinn oder Unsinn – Supplements in der Sporternährung

Ein großer Faktor für sportliche Leistungsfähigkeit und den sportlichen Erfolg ist eine ausgewogene Ernährung. Doch oft fehlt die Zeit oder das Know-how zur Umsetzung. Da können Supplemente ganz verführerisch erscheinen. Die Einnahme von Supplementen, also sogenannten Nahrungsergänzungsmitteln, ist besonders für Sportler sehr praktisch. Sie sind leicht zu transportieren und immer in der benötigten Menge vorhanden. Doch ist es wirklich sinnvoll vor, während oder auch nach dem Training den Körper mit Supplementen zu versorgen? Hier die wichtigsten Fakts im Überblick.

Definition: Supplemente

Supplemente sind konzentrierte Quellen von Nährstoffen oder anderen Stoffen mit ernährungsspezifischer oder physiologischer Wirkung. Sie sind, wie der Name schon sagt, zur Ergänzung der Nahrung bestimmt. Diese Mittel werden in dosierter Form im Handel angeboten wie beispielsweise als Pillen, Tabletten, Kapseln oder Flüssigkeiten [4].

Das Ziel ist gegebenenfalls ernährungsspezifische Mängel auszugleichen. Eine zu hohe Aufnahme nach dem Motto „viel hilft viel“ kann aber auch unerwünschte Auswirkungen auf die Gesundheit haben und sogar leistungsmindernd wirken.

Grundsatz Basisernährung

Grundsätzlich muss die Basisernährung stimmen. Supplemente können die Ernährungsweise nur ergänzen aber eine ungesunde Ernährungsgewohnheit nicht komplett kompensieren. Ob Sportler oder nicht, jeder sollte eine ausgewogene und vielseitige Ernährung bevorzugen.

SINN oder Unsinn:

Supplemente als Ergänzung können für bestimmte Zwecke Vorteile aber auch Nachteile bringen.  Wichtig ist der Zeitpunkt der Einnahme. Werden die Nahrungsergänzungsmittel zeitgerecht zugeführt, können sie die Leistungsfähigkeit verbessern. Eine falsche Zufuhr führt aber auch zu Unverträglichkeiten und Leistungseinbrüchen. Besonders bei Wettkämpfen ist der Einsatz von Supplementen ein sensibles Thema. Deswegen sollten Supplemente für den Wettkampf vorab ausprobiert werden [1,2,3].

Ob und welche Supplemente wirklich wirksam sind, das erfährt ihr in unserem nächsten Artikel.

Quellen:

[1] Lamprecht, M., Holasek, S., Konrad, M., Seebauer, W., Hiller-Baumgartner, D. Lehrbuch der Sporternährung: Das wissenschaftlich fundierte Kompendium zur Ernährung im Sport. Clax Verlag, Graz, 1. Auflage 2017.

[2] Raschka, C. und Ruf, S. Sport und Ernährung: Wissenschaftlich basierte Empfehlungen und Ernährungspläne für die Praxis. Thieme Verlag, Stuttgart, 1. Auflage 2012.

[3] Mettler, S. (2010). Supplemente und Nahrungsmittel im Sport – grundsätzliche Überlegungen. Schweizer Zeitschrift für Ernährungsmedizin, (4), 7-14.

[4] https://www.efsa.europa.eu/de/topics/topic/food-supplements

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