Fleischreduktion – das Rezept für eine bessere Zukunft?

"Wir wollen den Menschen nicht sagen, was sie essen sollen", sagt Hans-Otto Pörtner, ein Ökologe, der den Vorsitz der IPCC-Arbeitsgruppe zu Auswirkungen, Anpassung und Gefährdung innehat. "Aber es wäre in der Tat sowohl für das Klima als auch für die menschliche Gesundheit von Vorteil, wenn die Menschen in vielen reichen Ländern weniger Fleisch konsumieren und die Politik entsprechende Anreize dafür schaffen würde [5]."

Eine stärker pflanzenbasierte Ernährung täte uns allen gut, besonderes dem Klima und unserer eigenen Gesundheit. Ein Großteil der Zivilisationskrankheiten steht in Verbindung mit falschen Ernährungsgewohnheiten. Besonders ein übermäßiger Fleischkonsum. Doch ab wann ist es zu viel?

Empfehlung: Reduktion des Fleischkonsums

Die Empfehlungen der Harvard School of Public Health in den USA raten rotes Fleisch (Rind, Schwein, Lamm) höchstens zweimal pro Woche, maximal 170 g zu verzehren. Sowie generell auf verarbeitetes Fleisch wie Speck, Aufschnitt, Hot Dogs oder dergleichen zu verzichten. Der Grund dafür ist, dass beim übermäßigen Verzehr ein erhöhtes Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes oder Darmkreb besteht [1]. Auch die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) spricht sich sowohl aus Gründen der Gesundheitsförderung als auch der Nachhaltigkeit für einen geringeren Verzehr von Fleisch, Fleischwaren und Wurst aus [2]. Grundlegend sollte der Fleischkonsum eines  gesunden Erwachsenen  300 – 600 g fettarmes Fleisch, inklusive Wurstwaren pro Woche nicht überschreiten. Die Realität sieht allerdings anders aus. Im Durchschnitt werden im direkten Verzehr in Deutschland 60 kg und unter Einberechnung der Herstellung von Futtermitteln, Verlust und industrieller Verwertung 88 kg Fleisch pro Kopf verspeist [6]. Das ist mehr als Doppelt so viel, der befürworteten Menge.

Gilt es den Fleischkonsum zu reduzieren, stellt sich mehrfach die Frage, ist es mit wenig Fleisch überhaupt möglich den eigenen Eiweißbedarf (Proteinbedarf) zu decken? JA, lautet dazu die klare Antwort. Generell sind tierische Proteinquellen, wie Fleisch, Fisch, Milch- und Milchprodukte sowie Eier aber auch Insekten dem körpereigenen Proteinen ähnlicher und werden somit auch effizienter im Körper umgesetzt [3,4]. Doch auch pflanzliche Proteinquellen, wie Hülsenfrüchte, Getreide und Kartoffeln liefern Protein. Ganz grundsätzlich  gilt, eine ausgewogene und abwechslungsreiche Ernährung anzustreben und eine Vielfalt von unterschiedlichen Proteinquellen zu konsumieren. Denn nur eine ausgewogene Ernährung führt zur Aufnahme von allen Nähr- sowie Mineralstoffen, welche unser Körper benötigt.

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Wie würde die Welt aussehen, wenn weniger Fleisch gegessen würde? Dies ist schwer zu beantworten, da niemand in die Zukunft blicken kann. Laut dem UN Climate-change Report würde eine ausgewogene und pflanzlich betonte Kost mit nachhaltig erzeugten Lebensmitteln erhebliche Vorteile für die Umwelt sowie auch für die menschliche Gesundheit bringen [5]. Somit ist es einen Versuch wert die unterschiedlichste Lebensmittel wie beispielsweise Insekten einfach mal aus zu probieren. Unserer Umwelt und Gesundheit zu Liebe. Hast du dich schon getraut?

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Quellen

[1] Battaglia Richi, E., Baumer, B., Conrad, B. Gesundheitliche Aspekte des Fleischkonsums, Eine Stellungnahme der Eidg. Ernährungskommission zur aktuellen epidemiologischen Datenlage. Swiss medical forum 15(24):566–572, 2015.

[2] Deutsche Gesellschaft für Ernährung e.V. Weniger Fleisch auf dem Teller schont das Klima, DGE unterstützt Forderungen des WWF nach verringertem Fleischverzehr, Presseinformation DGE aktuell, 2015.

[3] Leitzmann, C., Müller, C., Michel, P., Brehme, U., Triebel, T., Hahn, A., Laube, H. Ernährung in der Prävention und Therapie: Ein Lehrbuch. Hippokrates Verlag, Stuttgart, 3. Auflage 2009.

[4]  Schek, A. Ernährungslehre kompakt. Umschau Zeitschriftenverlag, Sulzbach im Taunus, 5. Auflage 2013.

[5] Schiermeier, Q. Eat less meat: UN climate-change report calls for change to human diet. The report on global land use and agriculture comes amid accelerating deforestation in the Amazon. Nature, International Journal of Science 572, 291-292, 2019.

[6] Statistica. Umfrage Pro-Kopf-Verbrauch von Fleisch in Deutschland seit 2000. (2019) URL: www.de.statista.com/statistik/daten/studie/36573/umfrage/pro-kopf-verbrauch-von-fleisch-in-deutschland-seit-2000/,20.09.2019.